Fun auf der Naturrodelbahn


Schon als Kind ist man im Winter gerne mit dem Holzschlitten verschneite Abhänge herunter gefahren. Was schon seit Uhrzeiten den Menschen im Winter als Transportmittel gedient hat, ist seit dem 19. Jahrhundert besonders im alpenländischen Bereich zu den eigenen Wintersportarten Rennrodeln und Naturbahnrodeln geworden. Mit den Füßen können Profis ihre Schlitten steuern und auch um halbwegs enge Kurven rodeln. Seit 1960 hat sich neben dem klassischen Schlitten auch der Bob etabliert. Gerade Kinder lieben Bobs, welche kleinen Kunststoffwannen ähneln und sog. Führungsriefen an der Unterseite haben. Seit 2001 ist das aufblasbare Airboard der letzte Schrei. Damit dem ungetrübten Rodel Vergnügen in Österreich nichts im Wege steht, hier ein paar hilfreiche Anregungen:

Tipps zum sicheren Rodeln

  • Tragen sie stets warme und wetterfeste Kleidung, die nicht schnell durch weicht. Denn man kann es nicht immer verhindern vom Schlitten in die weiß-nasse Pracht geschleudert zu werden. Darum sollten zumindest Kinder dabei zusätzlich auch noch einen Helm tragen!
  • Halten sie den Sitz ihres Schlittens immer schneefrei und trocken. Überhaupt sollten sie ihre Rodel regelmäßig pflegen und nach dem Rodeln sofort trocknen, damit die Schienen nicht rosten.
  • Fahren sie auf Naturrodelbahnen nicht mit Bobs, sondern nur mit richtigen Schlitten mit Lenk-Riemen. Alles andere ist zu gefährlich.
  • Gehen sie beim Hochwandern immer in der Kurveninnenseite am Rand der Bahn, um nicht mit Rodlern zu kollidieren und bleiben sie nicht an unübersichtlichen Stellen stehen. Hunde gehören hier an die Leine!
  • In diesem Zusammenhang ist es ohnehin ratsam die Bahn beim Aufstieg schon einmal genau zu besichtigen. Die markanten Stellen wie scharfe Kurven oder Hindernisse schon vorher zu kennen, kann einem eine unliebsame Überraschung ersparen.
  • Durch das verminderte Reaktionsvermögen ist von Alkohol dringend abzuraten. Ansonsten schießen sie womöglich über die Strecke hinaus und prallen mit einem Baum oder einem anderen Rodler zusammen.
  • Fahren sie bei besonderen Wetterverhältnissen besonders vorsichtig und bremsen immer rechtzeitig. Auch leichte Strecken können durch Eisflächen tückisch werden!
  • Fahren sie auch nicht wie ein Rowdy und nehmen sie Rücksicht auf andere. An unübersichtlichen Stellen sollten sie laut rufen, um gegebenenfalls Fußgänger vorzuwarnen.
  • Zur Lagerung ihrer Rodelschlitten: Nach dem Winterurlaub sollten sie die Schienen einwachsen und den Schlitten an einem trockenen und kühlen Platz lagern. Nie den Schlitten längere Zeit der prallen Sonne aussetzen. Damit sich die Rodel nicht verzieht, sollten sie zum Schluss noch die Schrauben der Schienen lockern und darauf achten, dass der Schlitten nicht mit schweren Gegenständen belastet wird.

Die schönsten Rodelbahnen in Österreich

Latschau-Gauertal in Tschagguns (Vorarlberg)
9 km Rodelpiste über 1 Stunde Fußmarsch erreichbar.
Schwierigkeitsgrad: Leicht.

Reither Kogl-Reith in Reith (Tirol)
10 km langer Rodelspaß.
Schwierigkeitsgrad: Leicht.

Hochwurzen in Rohrmoos (Steiermark)
8 km lange Rodelbahn mit 710 Meter Höhenunterschied.
Schwierigkeitsgrad: Leicht bis mittelschwer.

Pinnistal in Neustift (Tirol)
Tolle Rodelbahn mit 8 km Länge und 800 Meter Höhenunterschied.
Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer.

Diasbahn-Kappl in Kappl (Tirol)
7 km Rodelvergnügen auf 570 Metern Höhe.
Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer.

Und natürlich:

Pfeifferköpfl in Bramberg (Salzburg)
Mit 14 km die längste, beleuchtete Rodelbahn in Österreich.
Schwierigkeitsgrad: Leicht bis mittelschwer.